Tristan Rain - eine fragmentarische Wahrnehmung

Tristan Rain ist Maler und Fotokünstler. Geboren 1972 in Liestal (Schweiz) und aufgewachsen in Münchenstein (BL) bei Basel. Sein Werk entsteht zwischen Paris, Berlin und Stockholm.

Der Künstler arbeitet in Form von Werkgruppen von meist zweiteiligen Gemälden und Fotografien, sogenannten Diptychen. In diesen Werken wird eine fragmentarische, diskontinuierliche, unvollständige Wahrnehmung untersucht.

Seine Werke werden visuell von einer stark reduzierten Farbpalette dominiert. In den monochrom scheinenden Farbflächen stehen labile geometrische Konstruktionen aus metallfarbener Farbe.

Es handelt sich um systematische, konzeptuelle Gemälde: Cryptochromien. Also Bilder mit einem Farbenreichtum, der auf den ersten Blick nicht sichtbar ist und erst langsam erschlossen werden kann. Die Farben halten sich versteckt.

Die Gemälde sind mehrschichtig aufgebaut und die Farboberflächen weisen Strukturen auf. Diese Oberflächenbehandlung lässt Objekte oder Personen hinter einem Schleier vermuten. Fragmente davon scheinen durch und werden je nach Beleuchtung sichtbar.

Tristan Rain interessiert sich seit seiner Kindheit für Archäologie und für Kartografie und seine künstlerischen Werke verwenden oft archäologische sowie kartographische Konzepte. Insbesondere die Werkgruppe "Mercator" bedient sich Fragmenten von Reiserouten der historischen Entdeckungsreisen, allen voran der Arktis.

 

Tristan Rain's Werke wurden kürzlich in folgenden Institutionen ausgestellt : Museum of the Americas Miami, Contemporary Art Museum Beijing, Yan Huang Art Museum Beijing, Herbstsalon Tel Aviv, St.-Petersburg Exhibition Center of the Arts, Moscow Palace of Arts, Novembre à Vitry, Parcours d'Artistes Pontault-Combault, Réalités Nouvelles Paris.