Entschleunigte Bilder

In diesen Werken wird eine fragmentarische, diskontinuierliche, unvollständige Wahrnehmung untersucht.

Das Prinzip der Unvollständigkeit findet sich nicht nur innerhalb der Bildtafel, d.h. ihrer inneren Komposition, statt, sondern wird auch bis zur Aufspaltung des Ausschnittes in mehrteilige Gemälde oder Fotografien weiter getrieben, bzw. in eine Auffächerung der Vision.

Die "fehlenden", unsichtbaren Teile sind Teil der Komposition: ein Großteil der „Aktivität“ findet am Bildrand oder außerhalb des Bildraumes statt. Die Intervalle zwischen den Elementen dieser Polyptychen werden zu unsichtbaren Bildzonen, zu fehlenden, abwesenden Partien. So wie wir die Welt eben wahrnehmen – bruchstückhaft.

Das "Objekt" befindet sich "hors cadre" und die Kompositionen wirken asymetrisch, leicht labil.

Diese Kunst arbeitet mit Schichtungen, Überlagerungen und Verdeckungen. Die Stofflichkeit und Lichtbrechung spielt eine erhebliche Rolle.

Es handelt sich um Bilder, die sich bewusst gegen eine Kunst des Spektakulären und Sensationellen wenden, gegen eine Kunst, die wie eine Werbung funktioniert und die auf einen möglichst augenblicklichen Konsum ausgelegt ist. Ich entwickle eine "langsame" Malerei, entschleunigte Bilder, d.h. dass das Gemälde mit all seinen vielfältigen Aspekten nicht in wenigen Augenblicken der Betrachtung erfasst werden kann.